Auf einen Blick
Ketamin ist ein dissoziatives Anästhetikum mit schnell wirksamen antidepressiven Eigenschaften, das in den letzten zehn Jahren in der psychiatrischen Praxis erhebliche Aufmerksamkeit erlangt hat. Wie Esketamin entfaltet es eine sehr rasche antidepressive Wirkung (innerhalb von 40 min–24 h). Allerdings sind die Belege für einen anhaltenden Nutzen über wenige Wochen hinaus begrenzt, und alle psychiatrischen Anwendungen bleiben in den Vereinigten Staaten Off-Label.
- Esketamin gegenüber Ketamin bevorzugen, wenn:
- Versicherungsschutz verfügbar ist
- Standardisierte Protokolle bevorzugt werden – das REMS-Programm bietet strukturiertes Sicherheitsmonitoring und Dosierungsrichtlinien.
- Rechtliche Absicherung Priorität hat
- Der Patient eine nicht-invasive Applikation bevorzugt
- Eine Erhaltungstherapie geplant ist – überlegene Evidenzbasis für die Rückfallprävention in der Erhaltungsphase
- Ketamin gegenüber Esketamin bevorzugen, wenn:
- Ein rasches, robustes Ansprechen erforderlich ist – IV-Ketamin erreicht Remission schneller als Esketamin (Hazard Ratio = 5,0) [1]
- Die Kosten eine vorrangige Rolle spielen und kein Versicherungsschutz besteht
- Eine flexible Dosierung erforderlich ist – Möglichkeit zur Dosisanpassung (0,5–1,0 mg/kg) basierend auf dem individuellen Ansprechen
- Klinische Expertise vorhanden ist – etablierte IV-Ketamin-Protokolle und erfahrenes klinisches Personal
Pharmakodynamik und Wirkmechanismus

- Primärer Wirkmechanismus: nicht-kompetitiver, nicht-selektiver NMDA-Rezeptorantagonist [2–4]
- Razemisches Gemisch aus gleichen Anteilen der Enantiomere S-Ketamin (Esketamin) und R-Ketamin [5]
- Bindet an die Phencyclidin-(PCP-)Bindungsstelle innerhalb der Kanalpore des NMDA-Rezeptors und blockiert den glutamatinduzierten Kalziumeinstrom [3]
- Hemmt bevorzugt NMDA-Rezeptoren auf GABAergen Interneuronen, was zur Disinhibition pyramidaler Neurone und zu einer gesteigerten Glutamatfreisetzung führt [4]
- Unterschiede zwischen den Enantiomeren
- S-Ketamin (Esketamin) weist eine 2–3-fach höhere NMDA-Rezeptoraffinität auf als R-Ketamin [3,6,7]
- R-Ketamin könnte über eigenständige Eigenschaften verfügen, darunter möglicherweise ausgeprägtere BDNF-Effekte und weniger psychotomimetische Wirkungen in präklinischen Studien; die klinische Bedeutung ist jedoch noch Gegenstand der Forschung [8]
- AMPA-Rezeptormodulation
-
Verstärkt indirekt die AMPA-Rezeptorsignalübertragung durch gesteigerte Glutamatfreisetzung [3]
-
Der Ketamin-Metabolit (2R,6R)-Hydroxynorketamin aktiviert AMPA-Rezeptoren direkt und trägt so ohne NMDA-Antagonismus zu antidepressiven Effekten bei [9]
-
Diese Verschiebung von der NMDA- zur AMPA-Signalübertragung scheint für die rasch einsetzenden antidepressiven Effekte entscheidend zu sein [4]
-
- Nachgeordnete Effekte auf die zerebrale Plastizität
- Opioidrezeptoren
- Klinische Belege deuten auf eine Beteiligung des Opioidsystems hin: Eine Vorbehandlung mit Naltrexon schwächte die antidepressiven Effekte von Ketamin beim Menschen signifikant ab [11]
- Bindet an μ-, κ- und δ-Opioidrezeptoren mit Ki-Werten von 42,1, 28,1 bzw. 272 μM [3,4,11]
- Der Beitrag zum therapeutischen Effekt ist weiterhin umstritten; widersprüchliche Befunde aus Naltrexon-Studien und genetischen Analysen liegen vor [4,11,12]
- Könnte erklären, warum andere NMDA-Antagonisten (z. B. Memantin) keine antidepressive Wirksamkeit aufweisen [13,14]
- Weitere pharmakologische Angriffspunkte
- Sigmarezeptoren: R-Ketamin weist eine höhere σ1-Rezeptoraffinität auf als S-Ketamin; razemisches Ketamin bindet bevorzugt an σ2-Rezeptoren und moduliert möglicherweise Neuroplastizitätswege [3]
- Weitere Zielstrukturen: schwache Hemmung von Monoamintransportern (SERT, NET, DAT), Antagonismus an 5-HT3- und nikotinischen Rezeptoren sowie schwacher D2-Rezeptoragonismus bei subanästhetischen Dosen [3,4]
Pharmakokinetik und Interaktionen
Metabolisierung und pharmakokinetische Interaktionen

-
Ketamin wird primär durch N-Dealkylierung über CYP2B6 und CYP3A4 zum aktiven Metaboliten Norketamin metabolisiert [2,3]
-
Nebenreaktionswege umfassen CYP2C9 und weitere CYP-Enzyme [3]
-
Norketamin besitzt ungefähr ein Drittel der anästhetischen Potenz von Ketamin [2]
-
Ketaminspiegel können erhöht werden durch:
-
Ketaminspiegel können verringert werden durch:
- Starke CYP3A4-Induktoren:
- Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Johanniskraut [15]
- Auf verminderte Wirksamkeit achten; Dosiserhöhung kann erforderlich sein
- CYP2B6-Induktoren:
- Rifampicin, Efavirenz, Nevirapin, Phenobarbital
- Auf Zeichen einer verminderten Ketaminwirksamkeit achten
- Starke CYP3A4-Induktoren:
-
CYP2B6-Polymorphismen:
-
Die orale Applikation ist weniger zuverlässig als die parenterale Verabreichung
- Bioverfügbarkeit lediglich 20–30 % aufgrund eines ausgeprägten First-Pass-Metabolismus [20]
- Führt zu höheren Norketamin-zu-Ketamin-Verhältnissen und weniger vorhersehbarer Dosierung
Pharmakodynamische Interaktionen
- Arzneimittelinteraktionen
- ZNS-Depressiva (Benzodiazepine, Opioide, Alkohol)
- Benzodiazepine und antidepressive Wirksamkeit
- Können den antidepressiven Nutzen von Ketamin abschwächen [21,22]
- Klinische Berichte deuten auf verzögertes Ansprechen und früheren Rückfall bei gleichzeitiger Benzodiazepineinnahme hin [23]
- Mögliche Mechanismen: GABA-vermittelte ZNS-Depression oder Suppression der ketamininduzierten glutamatergen Signalübertragung [15]
- Theophyllin/Aminophyllin
- Gleichzeitige Anwendung kann die Krampfschwelle senken [2]
- Bei Patienten unter diesen Medikamenten Alternativen zu Ketamin erwägen
- Sympathomimetika und Vasopressin:
- Können die sympathomimetischen Effekte von Ketamin verstärken [2]
- Vitalparameter engmaschig überwachen und individuelle Dosisanpassungen erwägen
- Glutamaterge Modulatoren:
- Lamotrigin: Kann einige Ketamineffekte abschwächen; Auswirkungen auf die antidepressive Wirksamkeit sind nicht bekannt [15]
- Memantin: Theoretischer Antagonismus gegenüber Ketamineffekten durch Konkurrenz am NMDA-Rezeptor [15,24]
- Clozapin: Kann theoretisch die glutamaterge Neurotransmission über Wirkungen auf Glyzintransporter beeinflussen und so die Ketamineffekte abschwächen [15,25,26]
- Vorsicht geboten, bis formale Studien die Auswirkungen auf den therapeutischen Nutzen geklärt haben
- MAOI:
- Ein aktueller systematischer Review legt nahe, dass die Kombination sicherer sein könnte als bisher angenommen [27]
- Es wurden keine Fälle von hypertensiver Krise oder Serotoninsyndrom berichtet
- Blutdruck- und Herzfrequenzanstiege waren bei fast allen Patienten klinisch nicht bedeutsam
- Traditionelle Bedenken hinsichtlich hypertensiver Reaktionen bleiben bestehen; weitere Forschung ist erforderlich
- Kardiovaskuläre Parameter engmaschig überwachen, wenn die Kombination als notwendig erachtet wird
Halbwertszeit
- Ketamin weist ein biphasisches Eliminationsmuster auf:
- Alphaphase (anästhetischer Effekt): 10–15 Minuten – rascher Wirkbeginn und rasches Abklingen der anästhetischen Wirkung [2]
- Betaphase (Umverteilung): 2,5 Stunden – spiegelt die Umverteilung vom ZNS in periphere Gewebe wider [2]
- Die Wirkung hält in der Regel 1–2 Stunden bei intravenöser Applikation und 3–4 Stunden bei intramuskulärer Applikation an
Darreichungsformen
Darreichungsformen
- Sofort freisetzend:
- Injektionslösung (IV/IM, Mehrfachdosisfläschchen)
- 10 mg/mL (200 mg/20 mL), 50 mg/mL (500 mg/10 mL), 100 mg/mL (500
mg/5 mL) - Ketalar, Generikum
- 10 mg/mL (200 mg/20 mL), 50 mg/mL (500 mg/10 mL), 100 mg/mL (500
- Intranasale Lösung (Rezepturpräparat, Off-Label)
- Variable Konzentrationen (typischerweise hergestellt aus 50 mg/mL- oder 100
mg/mL-Injektionslösungen) - Rezepturpräparate
- Variable Konzentrationen (typischerweise hergestellt aus 50 mg/mL- oder 100
- Orale Lösung (Rezepturpräparat, Off-Label)
- Variable Konzentrationen (hergestellt aus Injektionslösungen für gewichtsbasierte Dosierung)
- Rezepturpräparate
- Injektionslösung (IV/IM, Mehrfachdosisfläschchen)
- Formulierungshinweise:
- Injektionslösungen
- Die IM-Applikation erfordert eine tiefe Injektion in eine große Muskelgruppe
- IV-Bolusinjektionen sollten über 1 Minute verabreicht werden (0,5
mg/kg/Minute); die Depressionsbehandlung erfordert eine 40-minütige Infusion [28]
- Off-Label-Zubereitungen:
- Intranasal: Volumenbeschränkungen limitieren eine adäquate Dosierung bei Erwachsenen.
- Oral: Die Injektionslösung kann unverdünnt oder mit Geschmacksstoffen gemischt verabreicht werden; Applikation unmittelbar nach der Zubereitung.
- Andere Applikationswege (subkutan, rektal) existieren, werden jedoch in der psychiatrischen Praxis nicht angewendet
- Investigationelle Formulierungen:
- Konservierungsmittelfreie Formulierungen (NRX-100) zielen darauf ab, das in aktuellen Zubereitungen enthaltene Benzethoniumchlorid zu eliminieren
- pH-neutrale Formulierungen (HTX-100), konzipiert für sowohl IV- als auch subkutane Applikation
- Retardierte orale Tabletten (R-107) werden untersucht, um dissoziative Effekte zu minimieren und eine potenzielle Heimanwendung zu ermöglichen
- Injektionslösungen
Indikationen
Psychiatrische Off-Label-Anwendungen
Therapieresistente Depression (TRD)
-
Ketamin kann bei Patienten mit therapieresistenter Depression (TRD) in Betracht gezogen werden, die auf andere antidepressive Therapien nicht angesprochen haben.
-
Ketamin entfaltet rasche antidepressive Wirkungen innerhalb von Stunden (im Vergleich zu Wochen bei konventionellen Antidepressiva) [30–32]
-
IV-Ketamin erscheint als viable Option für Patienten mit akuter Suizidalität oder bei Bedarf einer ultra-schnellen antidepressiven Wirkung [33]
-
Wirksamkeitsbelege:
- Eine einzelne IV-Infusion erzeugt eine rasche Wirkung beginnend nach 40 Minuten mit einem Maximum nach 24 Stunden [34,35]
- Das Ansprechen lässt typischerweise bis Tag 10-14 ohne Erhaltungstherapie nach [13].
- Rückfallraten von bis zu 90 % innerhalb von vier Wochen nach einer einzelnen Behandlung [34]
- Gemäß neueren Studien möglicherweise ebenso wirksam wie EKT bei therapieresistenten Fällen [36]
- Wiederholte Infusionen (2-3-mal wöchentlich) können antidepressive Effekte aufrechterhalten [31]
- Der Wirkungseintritt antidepressiver Effekte könnte bei wiederholten Ketamin-Infusionen möglicherweise schneller eintreten als bei wiederholten EKT-Behandlungen [37]
- Ketamin zeigte bei therapieresistenter Depression die größte Verbesserung nach zwei Wochen im Vergleich zu anderen Behandlungen wie Pharmakotherapie, EKT und rTMS [38]
- Behandlungsdauern von bis zu 6 Wochen wurden untersucht, obwohl die optimale Therapiedauer und Protokolle zur Erhaltungsdosierung noch festzulegen sind [39]
- Langzeitwirksamkeit und -sicherheit von Ketamin sind aufgrund begrenzter qualitativ hochwertiger Studien mit kurzen Behandlungsdauern und unzureichender Nachbeobachtung weitgehend unbekannt [40,41]
-
Ketamin als Augmentationstherapie
- Ketamin kann sicher mit den meisten konventionellen Antidepressiva kombiniert werden. Randomisierte Studien unterstützen seinen Einsatz sowohl als Monotherapie als auch als Zusatztherapie zu Antidepressiva und Antipsychotika [30]
- Kann das antidepressive Ansprechen bei Kombination mit konventioneller Therapie beschleunigen
- Eine Studie zeigte höhere Ansprechraten und eine schnellere Verbesserung, wenn Ketamin zu Escitalopram hinzugefügt wurde [45]
-
Dosierung:
- Intravenöser (IV) Weg (am besten untersucht)
- Initial: 0,5 mg/kg (unterhalb der für die Einleitung einer Allgemeinanästhesie verwendeten Dosis), verabreicht über 40 Minuten [46,47]
- Steigerung auf 0,75-1 mg/kg möglich, abhängig von Ansprechen und Verträglichkeit [48]
- Anpassung bei Adipositas: Bei BMI ≥30 kg/m² Idealgewicht verwenden, um kardiovaskuläre Risiken zu reduzieren [49]
- Infusionsrate: Standard 40 Minuten, obwohl die Raten in Studien zwischen 2-100 Minuten variiert haben; langsamere Raten können unerwünschte Wirkungen reduzieren [48]
- Häufigkeit: Initial 2-3-mal wöchentlich, dann wöchentlich oder zweiwöchentlich zur Erhaltung [39]
- Intramuskulärer (IM) Weg
- Initial: 0,25-0,5 mg/kg/Dosis [50]
- Vergleichbare Wirksamkeit zum IV-Weg in kleinen direkten Vergleichsstudien [50]
- Möglicherweise bevorzugt, wenn ein venöser Zugang schwierig ist oder in ambulanten Einrichtungen [51]
- Zusätzliche Dosierungen sind beschrieben, Häufigkeit und Dosierung jedoch unzureichend definiert [51]
- Intranasaler Weg (begrenzte Evidenz):
- Kann als intranasale Formulierung aus Rezepturapotheken verordnet werden.
- 50 mg zeigten Wirksamkeit in einer kleinen randomisierten Crossover-Studie [52]
- Oraler Weg (begrenzte Evidenz):
- 1 mg/kg dreimal wöchentlich zeigte in einer kleinen RCT Überlegenheit gegenüber Placebo [53]
- Bioverfügbarkeit lediglich 20-30 % aufgrund ausgeprägtem First-Pass-Metabolismus [54]
- Aktuell verfügbare Formulierungen schmecken schlecht und haben eine begrenzte Wirkdauer [30]
- Investigationelle Retardformulierung: Phase-2-Studie zeigte vielversprechende Ergebnisse mit zweimal wöchentlicher Dosierung, konzipiert zur Minimierung des Missbrauchspotenzials [55]
- Intravenöser (IV) Weg (am besten untersucht)
Akute Suizidgedanken
- Rasche antisuizidale Effekte wurden in mehreren randomisierten kontrollierten Studien berichtet [33]
- Eine Metaanalyse zeigt eine signifikante Reduktion der Suizidgedanken im Vergleich zu Placebo innerhalb von 24 Stunden, anhaltend bis zu 7 Tage [56]
- Kann während einer akuten Krise ein entscheidendes therapeutisches Fenster bieten, während konventionelle Antidepressiva ihre Wirkung entfalten [33]
- Wirksam bei unipolarer und bipolarer Depression mit Suizidgedanken [57]
- Dosierung:
Bipolare Depression
- Wurde als Zusatztherapie zu Stimmungsstabilisatoren und nicht als Monotherapie untersucht und angewendet [ [58];Bahji2022a; [59]; [60];
[13]] - Initiale Reduktion depressiver Symptome über bis zu 3-6 Tage, jedoch gemäß aktuellen Metaanalysen keine anhaltende Überlegenheit gegenüber Kontrollgruppen ab Tag 7-13 [29]
- Die Evidenzqualität ist insgesamt gering mit niedrigem Sicherheitsniveau, und es liegen unzureichende Daten vor, um zwischen den Effekten von razemischem Ketamin und Esketamin zu differenzieren [29]
- Kein eindeutiger Nutzen hinsichtlich Remissions-/Ansprechraten in bipolaren Subgruppenanalysen über die Akutphase hinaus; weitere Forschung erforderlich [ [29];
Bahji2022a] - Dosierung:
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
- Die klinische Leitlinie VA/DoD spricht sich gegen den Einsatz von Ketamin zur Behandlung der PTBS aus [61]
- Signifikante Verbesserung der PTBS-Symptome nach 24 Stunden sowie nach 1–4 Wochen mit kleiner bis moderater Effektstärke (standardisierter Effekt = 0,25) [62]
- Anxiolytische Effekte zu akuten (<12 h), subakuten (24 h) und anhaltenden (7–14 Tage) Messzeitpunkten [63]
- Hinweise auf das Potenzial sowohl für eine rasche Symptomlinderung als auch für nachhaltige neuroplastische Veränderungen [64]
- Möglicherweise hilfreich bei komorbider PTBS und Depression [65]
- Dosierung:
- Begrenzte Datenlage; orientiert sich in der Regel an der Dosierung bei therapieresistenter Depression (TRD):
- IV: 0,5 mg/kg über 40 Minuten [66]
- Begrenzte Datenlage; orientiert sich in der Regel an der Dosierung bei therapieresistenter Depression (TRD):
FDA-zugelassene Indikationen
Allgemeinanästhesie (Einleitung ± Aufrechterhaltung)
- Intravenös oder intramuskulär anwendbares dissoziatives Anästhetikum; einsetzbar als Monotherapie, zur Narkoseeinleitung vor anderen Agenzien oder als Supplement, wenn eine hämodynamische Stabilität erwünscht ist [2]
- Einsatz als Adjuvans zur Reduktion des Bedarfs an anderen Anästhetika. Besonders wertvoll bei opioidtoleranten Patienten zur Minimierung des Opioidbedarfs.
- Dosierung
- Anästhetische Dosen (2–4,5 mg/kg IV) liegen etwa 4- bis 10-mal höher als die bei Depression eingesetzten Dosen [2]
Nebenwirkungen
Häufigste Nebenwirkungen
Neurologisch/psychiatrisch
- Dissoziation und psychotomimetische Effekte (>70 % der Patienten) [67]
- Diese können unter Ketamin häufiger auftreten als unter Esketamin. Bislang wurden jedoch keine direkten Vergleichsstudien zwischen den beiden Substanzen veröffentlicht [68]
- Häufigste unerwünschte Wirkung und Hauptgrund für den Therapieabbruch [2,67]
- Umfasst vorübergehende Wahrnehmungsveränderungen, Depersonalisation, Derealisation, Halluzinationen und Ausleitungsreaktionen
- Beginnt typischerweise während der Infusion und klingt innerhalb von 2–4 Stunden ab [2,13]
- Kann sich als angenehme traumähnliche Zustände bis hin zu manifestem Delir und irrationalem Verhalten äußern [2]
- Die Intensität nimmt bei wiederholten Gaben in der Regel ab [31]
- Ausleitungsreaktionen (Inzidenz 12 %)
- Postoperative Verwirrtheitszustände, Agitation und lebhafte Bildvorstellungen in der Aufwachphase [2]
- Dauer in der Regel wenige Stunden; keine bekannten dauerhaften psychologischen Folgen bei anästhetischem Einsatz
- Höhere Inzidenz bei intravenöser Applikation und höheren Dosen
- Kann durch Minimierung verbaler, taktiler und visueller Stimulation in der Aufwachphase reduziert werden [2]
- Angst, verschwommenes Sehen, Koordinationsstörungen
- Kopfschmerzen
- Übelkeit oder Erbrechen
Kardiovaskulär
- Blutdruckanstieg (häufig beobachtet) (Inzidenz 30–40 %) [67]
- Tritt typischerweise 30–40 Minuten nach der Infusion auf und normalisiert sich innerhalb von 70–90 Minuten [2]
- Systolischer Blutdruck (durchschnittlicher Spitzenwert 20 mmHg) [13,49,57,69]
- Diastolischer Blutdruck (durchschnittlicher Spitzenwert 13 mmHg) [49,57,69]
- Dosisabhängige Reaktion mit stärkerem Anstieg bei höheren Dosen [70]
- Herzfrequenzanstieg
- Mittlerer Anstieg von 9 Schlägen/Minute innerhalb von 2 Stunden nach der Infusion [69]
- Veränderungen normalisieren sich in der Regel innerhalb weniger Stunden nach der Applikation
- Erhöhtes Herzzeitvolumen und erhöhter Herzindex [2]
- Bedingt durch die sympathomimetischen Effekte von Ketamin und die Hemmung der Katecholamin-Wiederaufnahme
- Kann den myokardialen Sauerstoffbedarf erhöhen
- Weitere Effekte: Brustschmerzen, Palpitationen und Druckgefühl können auftreten, klingen jedoch in der Regel innerhalb von 90 Minuten ab [67]
Gastrointestinal
- Übelkeit und Erbrechen
Weitere häufige Nebenwirkungen
- Schwindel und Koordinationsstörungen
- Verstärkter Speichelfluss [2]
- Zur Behandlung der Hypersalivation kann vor der Einleitung ein Antisialagogum verabreicht werden
- Diplopie und Nystagmus [2]
- Erhöhung des Augeninnendrucks [2]
Schwerwiegende Nebenwirkungen
- Atemdepression und Apnoe
- Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial
- Schedule III Betäubungsmittel aufgrund des Missbrauchspotenzials [2]
- Das Suchtpotenzial von Ketamin wird auf seine strukturelle Ähnlichkeit mit Phencyclidin sowie auf seine agonistischen Wirkungen an Opioidrezeptoren zurückgeführt [67,71]
- Straßennamen: Special K, K, Kit Kat, Cat Valium, Super Acid, Special
La Coke, Purple, Jet und Vitamin K [67,72] - Bei längerem Gebrauch kann es zu körperlicher und psychischer Abhängigkeit kommen; bei wiederholter Anwendung kann sich eine Toleranz entwickeln.
- Renale und urologische Störungen (bei chronischem Gebrauch)
- Neurotoxizität (bei Langzeitgebrauch)
- Studien an Missbrauchenden zeigen negative Auswirkungen auf die Hirnstruktur und kognitive Funktionen [67]
- Hepatotoxizität (bei wiederholtem Gebrauch)
Kontraindikationen
- Patienten, bei denen ein signifikanter Blutdruckanstieg eine ernste Gefährdung darstellen würde [2]
- Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Ketamin oder einem Bestandteil der Formulierung [2]
- Bekannte oder vermutete Schizophrenie (absolute Kontraindikation) [73]
Anwendung bei besonderen Patientengruppen
Schwangerschaft
- Nicht empfohlen: Tierstudien zeigen dosisabhängige histopathologische Veränderungen in fetalen Organen sowie Bedenken hinsichtlich der Neuroentwicklung [74,75]
- Die fetale Hirnentwicklung kann durch NMDA-Rezeptorantagonismus beeinträchtigt werden.
Stillzeit
- Ketamin und seine Metaboliten sind in der Muttermilch nachweisbar, mit einer relativen Säuglingsdosis von 0,34-0,77 % der Mutterdosis [76,77]
- Eine Einmaldosis (z. B. bei chirurgischen Eingriffen) wird im Allgemeinen als vertretbar angesehen, da keine unerwünschten Wirkungen bei gestillten Säuglingen berichtet wurden [78,79]
- Wiederholte/chronische Anwendung bei Depression:
- Gestillte Säuglinge sollten auf Sedierung, Trinkschwäche und ausreichende Gewichtszunahme überwacht werden
Leberfunktionsstörung
- In der Fachinformation des Herstellers sind keine Dosisanpassungen vorgesehen.
- Ketamin wird extensiv in der Leber metabolisiert.
- Bei hepatischer Beeinträchtigung ist eine verminderte Clearance von Ketamin zu erwarten, was zu erhöhten Plasmakonzentrationen und einer verlängerten Eliminationshalbwertszeit führt.
- Hepatobiliäre Dysfunktionen wurden bei wiederholter oder prolongierter Anwendung von Ketamin berichtet (z. B. im Kontext von Missbrauch/Abhängigkeit oder medizinisch überwachten, jedoch nicht zugelassenen Off-Label-Anwendungen wie bestimmten Schmerztherapieschemas) [2,81]
Niereninsuffizienz
- Leichte bis moderate Einschränkung:
- Keine Dosisanpassung erforderlich bei Einmalgaben [20]
- Schwere Einschränkung/terminale Niereninsuffizienz:
- Keine Dosisanpassung erforderlich [82]
- Mit Vorsicht anwenden. Prolongierte Anwendung vermeiden oder auf Zeichen einer Toxizität überwachen
- Parenteral: Ketaminspiegel können um 20 % erhöht sein; aktive Metaboliten können sich mit unbekannter klinischer Relevanz akkumulieren [82,83]
- Orale Verabreichung (Off-Label): Begrenzte pharmakokinetische Daten; der ausgeprägte First-Pass-Metabolismus führt zu höheren Norketamin- und Dehydronorketaminkonzentrationen im Vergleich zu parenteralen Applikationswegen [54,84]
Adipositas
- Begrenzte Datenlage. Inkonsistente Dosierungsstrategien lassen keine universellen gewichtsbasierten Empfehlungen zu [85,86]
- Adipositas Grad 1 und 2 (BMI 30-39 kg/m²):
- Tatsächliches Körpergewicht für die initiale Dosierung verwenden
- Bei Bedarf nach klinischer Wirkung titrieren
- Adipositas Grad 3 (BMI ≥40 kg/m²):
- Adjustiertes oder ideales Körpergewicht für die initiale Dosierung verwenden [87]
- Konsistentes Dosierungsgewicht während der gesamten Therapie beibehalten (kein Wechsel zwischen Berechnungsmethoden). Bei prolongierter Anwendung auf Metabolitenakkumulation überwachen.
Ältere Patienten
- Keine spezifischen Dosisanpassungen erforderlich
- Ältere Erwachsene metabolisieren Ketamin langsamer und benötigen niedrigere Dosen.
Handelsnamen
- USA: Ketalar
- Kanada: Ketalar
- Andere Länder/Regionen: Calypsol, Inducmina, Kain, Keiran, Ketalar,
Ketanest, Ketamin, Ketamin curamed, Ketamin Inresa, Ketamin sintetica,
Ketamine, Ketamine HCL, Ketamine interpharma, Ketlar, Ketomin, Micro
ketamine, Narkamon, Tekam
Referenzen
1. Singh, B., Kung, S., Pazdernik, V., Schak, K. M., Geske, J., Schulte, P. J., Frye, M. A., & Vande Voort, J. L. (2023). Comparative Effectiveness of Intravenous Ketamine and Intranasal Esketamine in Clinical Practice Among Patients With Treatment-Refractory Depression: An Observational Study. The Journal of Clinical Psychiatry, 84(2), 22m14548.
2. Food, U. S., & Administration, D. (n.d.). KetalarFDA. Retrieved June 9, 2025, from.
3. Zanos, P., Moaddel, R., Morris, P. J., Riggs, L. M., Highland, J. N., Georgiou, P., Pereira, E. F. R., Albuquerque, E. X., Thomas, C. J., Zarate, C. A., & Gould, T. D. (2018). Ketamine and Ketamine Metabolite Pharmacology: Insights into Therapeutic Mechanisms. Pharmacological Reviews, 70(3), 621–660.
4. McIntyre, R. S., Rosenblat, J. D., Nemeroff, C. B., Sanacora, G., Murrough, J. W., Berk, M., Brietzke, E., Dodd, S., Gorwood, P., Ho, R., Iosifescu, D. V., Lopez Jaramillo, C., Kasper, S., Kratiuk, K., Lee, J. G., Lee, Y., Lui, L. M. W., Mansur, R. B., Papakostas, G. I., … Stahl, S. (2021). Synthesizing the Evidence for Ketamine and Esketamine in Treatment-Resistant Depression: An International Expert Opinion on the Available Evidence and Implementation. American Journal of Psychiatry, 178(5), 383–399.
5. Jelen, L. A., Young, A. H., & Stone, J. M. (2021). Ketamine: A tale of two enantiomers. Journal of Psychopharmacology (Oxford, England), 35(2), 109–123.
6. Liu, P., Zhang, S.-S., Liang, Y., Gao, Z.-J., Gao, W., & Dong, B.-H. (2022). Efficacy and Safety of Esketamine Combined with Antidepressants for Treatment-Resistant Depression: A Meta-Analysis. Neuropsychiatric Disease and Treatment, 18, 2855–2865.
7. Vasiliu, O. (2023). Esketamine for treatment‑resistant depression: A review of clinical evidence (Review). Experimental and Therapeutic Medicine, 25(3), 111.
8. Yang, C., Shirayama, Y., Zhang, J., Ren, Q., Yao, W., Ma, M., Dong, C., & Hashimoto, K. (2015). R-ketamine: A rapid-onset and sustained antidepressant without psychotomimetic side effects. Translational Psychiatry, 5(9), e632.
9. Zanos, P., Moaddel, R., Morris, P. J., Georgiou, P., Fischell, J., Elmer, G. I., Alkondon, M., Yuan, P., Pribut, H. J., Singh, N. S., Dossou, K. S. S., Fang, Y., Huang, X.-P., Mayo, C. L., Wainer, I. W., Albuquerque, E. X., Thompson, S. M., Thomas, C. J., Zarate, C. A., & Gould, T. D. (2016). NMDAR inhibition-independent antidepressant actions of ketamine metabolites. Nature, 533(7604), 481–486.
10. Duman, R. S., Aghajanian, G. K., Sanacora, G., & Krystal, J. H. (2016). Synaptic plasticity and depression: New insights from stress and rapid-acting antidepressants. Nature Medicine, 22(3), 238–249.
11. Williams, N. R., Heifets, B. D., Blasey, C., Sudheimer, K., Pannu, J., Pankow, H., Hawkins, J., Birnbaum, J., Lyons, D. M., Rodriguez, C. I., & Schatzberg, A. F. (2018). Attenuation of Antidepressant Effects of Ketamine by Opioid Receptor Antagonism. American Journal of Psychiatry, 175(12), 1205–1215.
12. Sanacora, G. (2019). Caution Against Overinterpreting Opiate Receptor Stimulation as Mediating Antidepressant Effects of Ketamine. The American Journal of Psychiatry, 176(3), 249.
13. Newport, D. J., Carpenter, L. L., McDonald, W. M., Potash, J. B., Tohen, M., Nemeroff, C. B., & APA Council of Research Task Force on Novel Biomarkers and Treatments. (2015). Ketamine and Other NMDA Antagonists: Early Clinical Trials and Possible Mechanisms in Depression. The American Journal of Psychiatry, 172(10), 950–966.
14. Ates-Alagoz, Z., & Adejare, A. (2013). NMDA Receptor Antagonists for Treatment of Depression. Pharmaceuticals, 6(4), 480–499.
15. Andrade, C. (2017). Ketamine for Depression, 4: In What Dose, at What Rate, by What Route, for How Long, and at What Frequency?. The Journal of Clinical Psychiatry, 78(7), e852–e857.
16. Bailey, D. G., Dresser, G., & Arnold, J. M. O. (2013). Grapefruit-medication interactions: Forbidden fruit or avoidable consequences?. CMAJ: Canadian Medical Association Journal = Journal de l’Association Medicale Canadienne, 185(4), 309–316.
17. Peltoniemi, M. A., Saari, T. I., Hagelberg, N. M., Laine, K., Neuvonen, P. J., & Olkkola, K. T. (2012). S-ketamine concentrations are greatly increased by grapefruit juice. European Journal of Clinical Pharmacology, 68(6), 979–986.
18. Peltoniemi, M. A., Saari, T. I., Hagelberg, N. M., Reponen, P., Turpeinen, M., Laine, K., Neuvonen, P. J., & Olkkola, K. T. (2011). Exposure to oral S-ketamine is unaffected by itraconazole but greatly increased by ticlopidine. Clinical Pharmacology and Therapeutics, 90(2), 296–302.
19. Rao, L. K., Flaker, A. M., Friedel, C. C., & Kharasch, E. D. (2016). Role of Cytochrome P4502B6 Polymorphisms in Ketamine Metabolism and Clearance. Anesthesiology, 125(6), 1103–1112.
20. Mion, G., & Villevieille, T. (2013). Ketamine Pharmacology: An Update (Pharmacodynamics and Molecular Aspects, Recent Findings). CNS Neuroscience & Therapeutics, 19(6), 370–380.
21. Ford, N., Ludbrook, G., & Galletly, C. (2015). Benzodiazepines may reduce the effectiveness of ketamine in the treatment of depression. Australian & New Zealand Journal of Psychiatry, 49(12), 1227–1227.
22. Frye, M. A., Blier, P., & Tye, S. J. (2015). Concomitant benzodiazepine use attenuates ketamine response: Implications for large scale study design and clinical development. Journal of Clinical Psychopharmacology, 35(3), 334–336.
23. Albott, C. S., Shiroma, P. R., Cullen, K. R., Johns, B., Thuras, P., Wels, J., & Lim, K. O. (2017). The Antidepressant Effect of Repeat Dose Intravenous Ketamine Is Delayed by Concurrent Benzodiazepine Use. The Journal of Clinical Psychiatry, 78(3), e308–e309.
24. Uribe, E., Landaeta, J., Wix, R., & Eblen, A. (2013). Memantine Reverses Social Withdrawal Induced by Ketamine in Rats. Experimental Neurobiology, 22(1), 18–22.
25. Javitt, D. C. (2004). Glutamate as a therapeutic target in psychiatric disorders. Molecular Psychiatry, 9(11), 984–997, 979.
26. Malhotra, A. K., Adler, C. M., Kennison, S. D., Elman, I., Pickar, D., & Breier, A. (1997). Clozapine blunts N-methyl-D-aspartate antagonist-induced psychosis: A study with ketamine. Biological Psychiatry, 42(8), 664–668.
27. Veraart, J. K. E., Smith-Apeldoorn, S. Y., Kutscher, M., Vischjager, M., Meij, A. van der, Kamphuis, J., & Schoevers, R. A. (2022). Safety of Ketamine Augmentation to Monoamine Oxidase Inhibitors in Treatment-Resistant Depression: A Systematic Literature Review and Case Series. The Journal of Clinical Psychiatry, 83(6), 21m14267.
28. Sanacora, G., Frye, M. A., McDonald, W., Mathew, S. J., Turner, M. S., Schatzberg, A. F., Summergrad, P., Nemeroff, C. B., & for the American Psychiatric Association (APA) Council of Research Task Force on Novel Biomarkers and Treatments. (2017). A Consensus Statement on the Use of Ketamine in the Treatment of Mood Disorders. JAMA Psychiatry, 74(4), 399.
29. Rodolico, A., Cutrufelli, P., Di Francesco, A., Aguglia, A., Catania, G., Concerto, C., Cuomo, A., Fagiolini, A., Lanza, G., Mineo, L., Natale, A., Rapisarda, L., Petralia, A., Signorelli, M. S., & Aguglia, E. (2024). Efficacy and safety of ketamine and esketamine for unipolar and bipolar depression: An overview of systematic reviews with meta-analysis. Frontiers in Psychiatry, 15, 1325399.
30. Andrade, C. (2017). Ketamine for Depression, 5: Potential Pharmacokinetic and Pharmacodynamic Drug Interactions: (Clinical and Practical Psychopharmacology). The Journal of Clinical Psychiatry, 78(7), e858–e861.
31. Singh, J. B., Fedgchin, M., Daly, E. J., De Boer, P., Cooper, K., Lim, P., Pinter, C., Murrough, J. W., Sanacora, G., Shelton, R. C., Kurian, B., Winokur, A., Fava, M., Manji, H., Drevets, W. C., & Van Nueten, L. (2016). A Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled, Dose-Frequency Study of Intravenous Ketamine in Patients With Treatment-Resistant Depression. The American Journal of Psychiatry, 173(8), 816–826.
32. Kryst, J., Kawalec, P., Mitoraj, A. M., Pilc, A., Lasoń, W., & Brzostek, T. (2020). Efficacy of single and repeated administration of ketamine in unipolar and bipolar depression: A meta-analysis of randomized clinical trials. Pharmacological Reports, 72(3), 543–562.
33. Wilkinson, S. T., Katz, R. B., Toprak, M., Webler, R., Ostroff, R. B., & Sanacora, G. (2018). Acute and longer-term outcomes using ketamine as a clinical treatment at the Yale Psychiatric Hospital. The Journal of Clinical Psychiatry, 79(4), 17m11731.
34. Kishimoto, T., Chawla, J. M., Hagi, K., Zarate, C. A., Kane, J. M., Bauer, M., & Correll, C. U. (2016). Single-dose infusion ketamine and non-ketamine N-methyl-d-aspartate receptor antagonists for unipolar and bipolar depression: A meta-analysis of efficacy, safety and time trajectories. Psychological Medicine, 46(7), 1459–1472.
35. McGirr, A., Berlim, M. T., Bond, D. J., Fleck, M. P., Yatham, L. N., & Lam, R. W. (2015). A systematic review and meta-analysis of randomized, double-blind, placebo-controlled trials of ketamine in the rapid treatment of major depressive episodes. Psychological Medicine, 45(4), 693–704.
36. Anand, A., Mathew, S. J., Sanacora, G., Murrough, J. W., Goes, F. S., Altinay, M., Aloysi, A. S., Asghar-Ali, A. A., Barnett, B. S., Chang, L. C., Collins, K. A., Costi, S., Iqbal, S., Jha, M. K., Krishnan, K., Malone, D. A., Nikayin, S., Nissen, S. E., Ostroff, R. B., … Hu, B. (2023). Ketamine versus ECT for Nonpsychotic Treatment-Resistant Major Depression. New England Journal of Medicine, 388(25), 2315–2325.
37. Ghasemi, M., Kazemi, M. H., Yoosefi, A., Ghasemi, A., Paragomi, P., Amini, H., & Afzali, M. H. (2014). Rapid antidepressant effects of repeated doses of ketamine compared with electroconvulsive therapy in hospitalized patients with major depressive disorder. Psychiatry Research, 215(2), 355–361.
38. Papadimitropoulou, K., Vossen, C., Karabis, A., Donatti, C., & Kubitz, N. (2017). Comparative efficacy and tolerability of pharmacological and somatic interventions in adult patients with treatment-resistant depression: A systematic review and network meta-analysis. Current Medical Research and Opinion, 33(4), 701–711.
39. Phillips, J. L., Norris, S., Talbot, J., Hatchard, T., Ortiz, A., Birmingham, M., Owoeye, O., Batten, L. A., & Blier, P. (2020). Single and repeated ketamine infusions for reduction of suicidal ideation in treatment-resistant depression. Neuropsychopharmacology, 45(4), 606–612.
40. Sanacora, G., Frye, M. A., McDonald, W., Mathew, S. J., Turner, M. S., Schatzberg, A. F., Summergrad, P., Nemeroff, C. B., & American Psychiatric Association (APA) Council of Research Task Force on Novel Biomarkers and Treatments. (2017). A Consensus Statement on the Use of Ketamine in the Treatment of Mood Disorders. JAMA Psychiatry, 74(4), 399–405.
41. Schatzberg, A. F. (2014). A Word to the Wise About Ketamine. American Journal of Psychiatry, 171(3), 262–264.
42. Freedman, R., Brown, A. S., Cannon, T. D., Druss, B. G., Earls, F. J., Escobar, J., Hurd, Y. L., Lewis, D. A., López-Jaramillo, C., Luby, J., Mayberg, H. S., Moffitt, T. E., Oquendo, M., Perlis, R. H., Pine, D. S., Rush, A. J., Tamminga, C. A., Tohen, M., Vieta, E., … Xin, Y. (2018). Can a Framework Be Established for the Safe Use of Ketamine?. American Journal of Psychiatry, 175(7), 587–589.
43. Szymkowicz, S. M., Finnegan, N., & Dale, R. M. (2013). A 12-month naturalistic observation of three patients receiving repeat intravenous ketamine infusions for their treatment-resistant depression. Journal of Affective Disorders, 147(0), 416–420.
44. Wilkinson, S. T., Ballard, E. D., Bloch, M. H., Mathew, S. J., Murrough, J. W., Feder, A., Sos, P., Wang, G., Zarate, C. A., & Sanacora, G. (2018). The effect of a single dose of intravenous ketamine on suicidal ideation: A systematic review and individual participant data meta-analysis. The American Journal of Psychiatry, 175(2), 150–158.
45. Hu, Y.-D., Xiang, Y.-T., Fang, J.-X., Zu, S., Sha, S., Shi, H., Ungvari, G. S., Correll, C. U., Chiu, H. F. K., Xue, Y., Tian, T.-F., Wu, A.-S., Ma, X., & Wang, G. (2016). Single i.v. Ketamine augmentation of newly initiated escitalopram for major depression: Results from a randomized, placebo-controlled 4-week study. Psychological Medicine, 46(3), 623–635.
46. aan het Rot, M., Collins, K. A., Murrough, J. W., Perez, A. M., Reich, D. L., Charney, D. S., & Mathew, S. J. (2010). Safety and efficacy of repeated-dose intravenous ketamine for treatment-resistant depression. Biological Psychiatry, 67(2), 139–145.
47. Murrough, J. W., Perez, A. M., Pillemer, S., Stern, J., Parides, M. K., aan het Rot, M., Collins, K. A., Mathew, S. J., Charney, D. S., & Iosifescu, D. V. (2013). Rapid and Longer-Term Antidepressant Effects of Repeated Ketamine Infusions in Treatment-Resistant Major Depression. Biological Psychiatry, 74(4), 250–256.
48. Andrade, C. (2017). Ketamine for Depression, 3: Does Chirality Matter?. The Journal of Clinical Psychiatry, 78(6), e674–e677.
49. Wan, L.-B., Levitch, C. F., Perez, A. M., Brallier, J. W., Iosifescu, D. V., Chang, L. C., Foulkes, A., Mathew, S. J., Charney, D. S., & Murrough, J. W. (2015). Ketamine safety and tolerability in clinical trials for treatment-resistant depression. The Journal of Clinical Psychiatry, 76(3), 247–252.
50. Chilukuri, H., Reddy, N. P., Pathapati, R. M., Manu, A. N., Jollu, S., & Shaik, A. B. (2014). Acute antidepressant effects of intramuscular versus intravenous ketamine. Indian Journal of Psychological Medicine, 36(1), 71–76.
51. Loo, C. K., Gálvez, V., O’Keefe, E., Mitchell, P. B., Hadzi-Pavlovic, D., Leyden, J., Harper, S., Somogyi, A. A., Lai, R., Weickert, C. S., & Glue, P. (2016). Placebo-controlled pilot trial testing dose titration and intravenous, intramuscular and subcutaneous routes for ketamine in depression. Acta Psychiatrica Scandinavica, 134(1), 48–56.
52. Lapidus, K. A. B., Levitch, C. F., Perez, A. M., Brallier, J. W., Parides, M. K., Soleimani, L., Feder, A., Iosifescu, D. V., Charney, D. S., & Murrough, J. W. (2014). A Randomized Controlled Trial of Intranasal Ketamine in Major Depressive Disorder. Biological Psychiatry, 76(12), 970–976.
53. Domany, Y., Bleich-Cohen, M., Tarrasch, R., Meidan, R., Litvak-Lazar, O., Stoppleman, N., Schreiber, S., Bloch, M., Hendler, T., & Sharon, H. (2019). Repeated oral ketamine for out-patient treatment of resistant depression: Randomised, double-blind, placebo-controlled, proof-of-concept study. The British Journal of Psychiatry: The Journal of Mental Science, 214(1), 20–26.
54. Grant, I. S., Nimmo, W. S., & Clements, J. A. (1981). Pharmacokinetics and analgesic effects of i.m. And oral ketamine. British Journal of Anaesthesia, 53(8), 805–810.
55. Glue, P., Loo, C., Fam, J., Lane, H.-Y., Young, A. H., & Surman, P. (2024). Extended-release ketamine tablets for treatment-resistant depression: A randomized placebo-controlled phase 2 trial. Nature Medicine, 30(7), 2004–2009.
56. Xiong, J., Lipsitz, O., Chen-Li, D., Rosenblat, J. D., Rodrigues, N. B., Carvalho, I., Lui, L. M. W., Gill, H., Narsi, F., Mansur, R. B., Lee, Y., & McIntyre, R. S. (2021). The acute antisuicidal effects of single-dose intravenous ketamine and intranasal esketamine in individuals with major depression and bipolar disorders: A systematic review and meta-analysis. Journal of Psychiatric Research, 134, 57–68.
57. Grunebaum, M. F., Galfalvy, H. C., Choo, T.-H., Keilp, J. G., Moitra, V. K., Parris, M. S., Marver, J. E., Burke, A. K., Milak, M. S., Sublette, M. E., Oquendo, M. A., & Mann, J. J. (2018). Ketamine for rapid reduction of suicidal thoughts in major depression: A midazolam-controlled randomized clinical trial. The American Journal of Psychiatry, 175(4), 327–335.
58. Fancy, F., Haikazian, S., Johnson, D. E., Chen-Li, D. C. J., Levinta, A., Husain, M. I., Mansur, R. B., & Rosenblat, J. D. (2023). Ketamine for bipolar depression: An updated systematic review. Therapeutic Advances in Psychopharmacology, 13, 20451253231202723.
59. Zarate, C. A., Brutsche, N. E., Ibrahim, L., Franco-Chaves, J., Diazgranados, N., Cravchik, A., Selter, J., Marquardt, C. A., Liberty, V., & Luckenbaugh, D. A. (2012). Replication of Ketamine’s Antidepressant Efficacy in Bipolar Depression: A Randomized Controlled Add-on Trial. Biological Psychiatry, 71(11), 939–946.
60. Diazgranados, N., Ibrahim, L., Brutsche, N. E., Newberg, A., Kronstein, P., Khalife, S., Kammerer, W. A., Quezado, Z., Luckenbaugh, D. A., Salvadore, G., Machado-Vieira, R., Manji, H. K., & Zarate, C. A. (2010). A Randomized Add-on Trial of an N-methyl-d-aspartate Antagonist in Treatment-Resistant Bipolar Depression. Archives of General Psychiatry, 67(8), 793–802.
61. Schnurr, P. P., Hamblen, J. L., Wolf, J., Coller, R., Collie, C., Fuller, M. A., Holtzheimer, P. E., Kelly, U., Lang, A. J., McGraw, K., Morganstein, J. C., Norman, S. B., Papke, K., Petrakis, I., Riggs, D., Sall, J. A., Shiner, B., Wiechers, I., & Kelber, M. S. (2024). The Management of Posttraumatic Stress Disorder and Acute Stress Disorder: Synopsis of the 2023 U.s. Department of Veterans Affairs and U.s. Department of Defense clinical practice guideline. Ann. Intern. Med., 177(3), 363–374.
62. Almeida, T. M., Lacerda da Silva, U. R., Pereira Pires, J., Neri Borges, I., Muniz Martins, C. R., Cordeiro, Q., & Uchida, R. R. (2024). EFFECTIVENESS OF KETAMINE FOR THE TREATMENT OF POST-TRAUMATIC STRESS DISORDER – A SYSTEMATIC REVIEW AND META-ANALYSIS. Clinical Neuropsychiatry, 21(1), 22–31.
63. Hartland, H., Mahdavi, K., Jelen, L. A., Strawbridge, R., Young, A. H., & Alexander, L. (2023). A transdiagnostic systematic review and meta-analysis of ketamine’s anxiolytic effects. Journal of Psychopharmacology, 37(8), 764–774.
64. Wellington, N. J., Boųcas, A. P., Lagopoulos, J., Quigley, B. L., & Kuballa, A. V. (2025). Molecular pathways of ketamine: A systematic review of immediate and sustained effects on PTSD. Psychopharmacology, 242(6), 1197–1243.
65. Pradhan, B., Kluewer D’Amico, J., Makani, R., & Parikh, T. (2016). Nonconventional interventions for chronic post-traumatic stress disorder: Ketamine, repetitive trans-cranial magnetic stimulation (rTMS), and alternative approaches. Journal of Trauma & Dissociation: The Official Journal of the International Society for the Study of Dissociation (ISSD), 17(1), 35–54.
66. Feder, A., Parides, M. K., Murrough, J. W., Perez, A. M., Morgan, J. E., Saxena, S., Kirkwood, K., Aan Het Rot, M., Lapidus, K. A. B., Wan, L.-B., Iosifescu, D., & Charney, D. S. (2014). Efficacy of intravenous ketamine for treatment of chronic posttraumatic stress disorder: A randomized clinical trial. JAMA Psychiatry, 71(6), 681–688.
67. Short, B., Fong, J., Galvez, V., Shelker, W., & Loo, C. K. (2018). Side-effects associated with ketamine use in depression: A systematic review. The Lancet. Psychiatry, 5(1), 65–78.
68. Andrade, C. (2017). Ketamine for Depression, 4: In What Dose, at What Rate, by What Route, for How Long, and at What Frequency?:. The Journal of Clinical Psychiatry, 78(7), e852–e857.
69. Su, T.-P., Chen, M.-H., Li, C.-T., Lin, W.-C., Hong, C.-J., Gueorguieva, R., Tu, P.-C., Bai, Y.-M., Cheng, C.-M., & Krystal, J. H. (2017). Dose-Related Effects of Adjunctive Ketamine in Taiwanese Patients with Treatment-Resistant Depression. Neuropsychopharmacology: Official Publication of the American College of Neuropsychopharmacology, 42(13), 2482–2492.
70. Fava, M., Freeman, M. P., Flynn, M., Judge, H., Hoeppner, B. B., Cusin, C., Ionescu, D. F., Mathew, S. J., Chang, L. C., Iosifescu, D. V., Murrough, J., Debattista, C., Schatzberg, A. F., Trivedi, M. H., Jha, M. K., Sanacora, G., Wilkinson, S. T., & Papakostas, G. I. (2020). Double-blind, placebo-controlled, dose-ranging trial of intravenous ketamine as adjunctive therapy in treatment-resistant depression (TRD). Molecular Psychiatry, 25(7), 1592–1603.
71. Malhi, G. S., Byrow, Y., Cassidy, F., Cipriani, A., Demyttenaere, K., Frye, M. A., Gitlin, M., Kennedy, S. H., Ketter, T. A., Lam, R. W., McShane, R., Mitchell, A. J., Ostacher, M. J., Rizvi, S. J., Thase, M. E., & Tohen, M. (2016). Ketamine: Stimulating antidepressant treatment?. BJPsych Open, 2(3), e5–e9.
72. Administration, D. E. (2025). KETAMINE.
73. Green, S. M., Roback, M. G., Kennedy, R. M., & Krauss, B. (2011). Clinical practice guideline for emergency department ketamine dissociative sedation: 2011 update. Annals of Emergency Medicine, 57(5), 449–461.
74. Kochhar, M. M., Aykac, I., Davidson, P. P., & Fraley, E. D. (1986). Teratologic effects of d,1-2-(o-chlorophenyl)-2-(methylamino) cyclohexanone hydrochloride (ketamine hydrochloride) in rats. Research Communications in Chemical Pathology and Pharmacology, 54(3), 413–416.
75. Zhao, T., Li, Y., Wei, W., Savage, S., Zhou, L., & Ma, D. (2014). Ketamine administered to pregnant rats in the second trimester causes long-lasting behavioral disorders in offspring. Neurobiology of Disease, 68, 145–155.
76. Majdinasab, E., Datta, P., Krutsch, K., Baker, T., & Hale, T. W. (2023–1 C.E.). Pharmacokinetics of Ketamine Transfer Into Human Milk. Journal of Clinical Psychopharmacology, 43(5), 407–410.
77. Wolfson, P., Cole, R., Lynch, K., Yun, C., Wallach, J., Andries, J., & Whippo, M. (2023). The Pharmacokinetics of Ketamine in the Breast Milk of Lactating Women: Quantification of Ketamine and Metabolites. Journal of Psychoactive Drugs, 55(3), 354–358.
78. Mokube, J. A., Verla, V. S., Mbome, V. N., & Bitang, A. T. (2009). Burns in pregnancy: A case report from Buea Regional Hospital, Cameroon. The Pan African Medical Journal, 3, 21.
79. Suppa, E., Valente, A., Catarci, S., Zanfini, B. A., & Draisci, G. (2012). A study of low-dose S-ketamine infusion as „preventive“ pain treatment for cesarean section with spinal anesthesia: Benefits and side effects. Minerva Anestesiologica, 78(7), 774–781.
80. Food, U. S., & Administration, D. (2025). SPRAVATO® esketamine hydrochloride solution Janssen Pharmaceuticals Inc. Prescribing Information.
81. Noppers, I. M., Niesters, M., Aarts, L. P. H. J., Bauer, M. C. R., Drewes, A. M., Dahan, A., & Sarton, E. Y. (2011). Drug-induced liver injury following a repeated course of ketamine treatment for chronic pain in CRPS type 1 patients: A report of 3 cases. PAIN, 152(9), 2173.
82. Köppel, C., Arndt, I., & Ibe, K. (1990). Effects of enzyme induction, renal and cardiac function on ketamine plasma kinetics in patients with ketamine long-term analgosedation. European Journal of Drug Metabolism and Pharmacokinetics, 15(3), 259–263.
83. Schep, L. J., Slaughter, R. J., Watts, M., Mackenzie, E., & Gee, P. (2023). The clinical toxicology of ketamine. Clinical Toxicology (Philadelphia, Pa.), 61(6), 415–428.
84. Weiss, M., & Siegmund, W. (2022). Pharmacokinetic Modeling of Ketamine Enantiomers and Their Metabolites After Administration of Prolonged-Release Ketamine With Emphasis on 2,6-Hydroxynorketamines. Clinical Pharmacology in Drug Development, 11(2), 194–206.
85. Adhikary, S. D., Thiruvenkatarajan, V., McFadden, A., Liu, W. M., Mets, B., & Rogers, A. (2021). Analgesic efficacy of ketamine and magnesium after laparoscopic sleeve gastrectomy: A randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Journal of Clinical Anesthesia, 68, 110097.
86. Beaudequin, D., Can, A. T., Dutton, M., Jones, M., Gallay, C., Schwenn, P., Yang, C., Forsyth, G., Simcock, G., Hermens, D. F., & Lagopoulos, J. (2020). Predicting therapeutic response to oral ketamine for chronic suicidal ideation: A Bayesian network for clinical decision support. BMC Psychiatry, 20.
87. Erstad, B. L., & Barletta, J. F. (2020). Drug dosing in the critically ill obese patient—a focus on sedation, analgesia, and delirium. Critical Care, 24(1), 315.
